Studienaufenthalt in Finnland

 

 

Anfang April reisten die SchulleiterInnen Katharina Sticker(VS St. Jakob), Karin Melcher(HS St. Jakob), Stefan Schellander(HLW St. Peter) sowie die Bildungsbeauftragte der CHS Villach Edith Galauz nach Finnland, um das erfolgreiche finnische Schulsystem zu studieren.

Wir besuchten die Berufsbildende Schule in Joensuu in Karelien, auf finnsch Pohjois-Karjalan ammattiopisto Joensuu und die Gesamtschule in Onttolan.

Joensuu ist eine 73000-Einwohner Stadt an der russischen Grenze.

 Neben Unterrichtsbeobachtungen fanden eine Reihe von Diskussionen und Vorträgen mit dem Lehrkörper statt.

 

Besonders positiv zu bewerten ist die Unterstützung von Unterricht und Erziehung durch die öffentliche Hand. Zusätzliche Ressourcen werden mit entsprechender pädagogischer Begründung der Schulen nach Bedarf vergeben. Es gibt LehrerInnen für Kinder mit besonderen Bedürfnissen. Krankenschwestern betreuen die SchülerInnen, wenn Karies entdeckt wird, organisiert die Schule einen Termin beim Zahnarzt. SozialarbeiterInnen, SchülerInnenberater, BeratungsassistentInnen und Supervisoren betreuen die SchülerInnen, die Hilfe brauchen. 

Mittagessen und Nachmittagsbetreuung brauchen von den Eltern nicht bezahlt zu werden. 

Es gab vor Jahren Versuche von politischen Parteien in Finnland, dieses soziale Schulsystem zu stürzen, doch als die erfolgreichen Ergebnisse im internationalen Wettbewerb bekannt gegeben wurden, verstummten diese Forderungen.

Abschließend muss festgestellt werden, dass in Finnland ein politischer Wille für eine erfolgreiche Schulentwicklung zu sehen ist. Bildung ist Zukunft, für die Schule bedeutet das einen Weg, der niemals als abgeschlossen betrachtet werden darf.